Die nächste Saison des TSV Auerbach in der Kreisklasse A2 stand an. Im Jahr 2013 und nach mittlerweile 12 bzw. 13 Jahren Ligazugehörigkeit wurde der TSV bereits als Dino der A-Klasse bezeichnet. Seit Jahren spielte der TSV oben mit, fand sich manchmal aber auch nur im Mittelfeld oder entging dem Abstieg ein paar Spieltage vor Schluß.
Im Jahr 2013 sah es zunächst nicht danach aus als ob sich daran was ändern sollte. Bereits in der ersten Runde des Kreispokals war gegen den TSV Spessart aus der B-Klasse der Wettbewerb beendet. Immerhin wurden drei der fünf Vorbereitungsspiele gewonnen, lediglich der FV Ettlingenweier aus der Kreisliga siegte deutlich gegen TSV, gegen die Reserve vom ATSV Mutschelbach trennte man sich unentschieden. Eine positive Bilanz ohne Wert.
Drei Neuzugänge konnte der TSV vor der Runde für sich überzeugen. Sinan Cacan und Raphael Karcher kamen vom ATSV Mutschelbach, Steven Becker kam vom TSV Pfaffenrot. Alle drei zeigten ihr potential auf dem Platz aber auch kameradschaftlich neben dem Platz.
Die Runde begann sehr stark für den TSV. Nach fünf Siegen in Folge grüßte der TSV ungeschlagen von der Tabellenspitze. Ein erstes Signal in Richtung Aufstieg? Wohl kaum, den die nachfolgenden vier Spiele hatten es in sich. Diese verlor der TSV teilweise deutlich und rutschte zwischenzeitlich auf den 6. Platz der Tabelle ab. Für die alten Hasen beim TSV fühlte es sich wie Routine an. Phrasen wie „der schwarze Herbst“ kamen wieder auf den Tisch.
Aber auch die Konkurrenz tat sich im Verlauf der restlichen Hinrunde schwer und keiner konnte sich so richtig absetzen. Der TSV hingegen gewann in den verbliebenen neun Spielen der Hinrunde sechs Spiele, ein Spiel endete unentschieden sowie zwei Spiele die verloren gingen. Mit dem Sieg im Nachholspiel gegen den TSV Schöllbronn sprang der TSV wieder an die Tabellenspitze und konnte sich mit einem Punkt Vorsprung vor FC Viktoria Jöhlingen Herbstmeister nennen.
Mehrere Platzverweise musste der TSV bis zur Winterpause hinnehmen, genauso wie urlaubsbedingte Abwesenheiten. Die Spieler von der Bank konnten jedoch die Ausfälle ohne einen Qualitätsverlust kompensieren. Spätestens jetzt wurde klar welche Möglichkeiten diese Saison für den TSV bot.
Die Rückrunde startete furios für den TSV. Bis Anfang Mai wurden wurden fünf der sieben Partien gewonnen, lediglich der ewige Rivale aus Busenbach bezwang den TSV. Verfolger Jöhlingen wurde mit einem 2:2 auf Distanz gehalten. Dies wiederum war gleichbedeutend mit der weiteren Tabellenführung inkl. acht Punkten Vorsprung.
Das Ziel war also in greifbarer Nähe. Mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen und bei keinem Punktverlust von Jöhlingen wäre der TSV zurück in der Kreisliga. Der TSV hilt dem Druck stand, die letzten fünf Spiele gewann der TSV zu Null, wobei das drittletzte Spiel gegen die SpVgg. Durlach Aue II nachträglich vom Sportgericht von einer ursprünglichen 2:4 Niederlage in einen 3:0 Sieg umgewandelt wurde.
Somit war der TSV nach 13 Jahren ununterbrochener A-Klassenzugehörigkeit zurück in der Kreisliga. Zudem stellte man mit 82 Toren und 38 Gegentoren den besten Angriff und Verteidigung.

