Saisonrückblick 2025/26 – 1. Mannschaft

Saisonrückblick 2025/26 – 1. Mannschaft

Abstieg in die A-Klasse

Die Befürchtungen, die sich bereits vor dem Start der letzten Saison breitmachten, wurden leider bittere Realität: Nach zwölf Jahren in Karlsruhes höchster Spielklasse und exakt zehn Jahre nach dem dramatischen Ausscheiden in der Relegation zur Landesliga steigt der TSV wieder in die A-Klasse ab. Bereits in der Hinrunde hatte die Mannschaft nach dem Karriereende von Felix Wildenhayn und den Abgängen von Valentin Hauser (1. FC Ersingen) und Samuel Dollmann (SV Königsbach) trotz einiger Neuzugänge immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen. Verletzungen, Krankheiten, berufliche und teils private Abwesenheiten belasteten den ohnehin schmalen Kader zusätzlich. Zwar zeigte das Team phasenweise ordentliche Leistungen und konnte gegen starke Gegner vereinzelt Achtungserfolge erzielen, insgesamt fehlte jedoch häufig die nötige Konstanz. Mehrere knappe Niederlagen, mangelnde offensive Durchschlagskraft sowie eine ausbaufähige Chancenverwertung und immer wieder Pech mit Entscheidungen der Unparteiischen in spielentscheidenden Situationen verhinderten eine bessere Punktausbeute. Den wenigen Lichtblicken, dem ersten Punktgewinn gegen Grünwettersbach, dem ersten Saisonsieg gegen den FV Malsch und einem weiteren Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Friedrichstal, standen zahlreiche Rückschläge gegenüber. So überwinterte der TSV mit sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und stand zur Winterpause bereits unter Zugzwang, um die Chance auf den Klassenerhalt in der Rückrunde aufrechtzuerhalten.

Dass dies ein mehr als schwieriges Unterfangen werden würde, zeigte sich bereits im ersten Spiel des Kalenderjahrs 2026 beim ASC Grünwettersbach, wo der TSV zwar streckenweise gut mithielt, am Ende aber böse unter die Räder kam. Hätte man in der Folgewoche einen starken Auftritt in Unterzahl beim TSV Schöllbronn mit dem ersten Auswärtsdreier der Saison belohnt, wäre vielleicht nochmal Hoffnung aufgekeimt. Ein Eigentor in der Nachspielzeit raubte uns aber zwei zu diesem Zeitpunkt wichtige Zähler und die folgenden drei Niederlagen ließen uns tief im Tabellenkeller verharren. Zwar konnte die Bernecker-Elf im Kellerduell mit der SSV Ettlingen Mitte April endlich mal wieder dreifach punkten und das erste gegentorlose Spiel verzeichnen, doch beim FV Malsch, gegen den TV Spöck, in Forchheim und gegen Neureut war das Glück wieder nur auf Seiten der Gegner, womit der Abstieg bereits mehrere Wochen vor Saisonende besiegelt war. Aufgeben wollte sich das TSV-Team aber keineswegs und kam beim Mitabsteiger in Friedrichstal sowie gegen Kleinsteinbach noch zu vier Punkten, bevor das letzte Saisonspiel in Berghausen deutlich verloren wurde. Der Abstieg in die A-Klasse ist zweifellos ein schmerzhafter Einschnitt für den TSV Auerbach. Nach vielen Jahren auf Kreisliga-Niveau endet damit eine lange Ära, die von zahlreichen sportlichen Erfolgen und unvergesslichen Momenten geprägt war. Dennoch gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Trotz aller Rückschläge hat die Mannschaft in der vergangenen Saison stets Moral bewiesen, nie aufgegeben und bis zum Schluss um jeden Punkt gekämpft. Die kommende Spielzeit bietet die Chance auf einen Neuanfang. Mit einer hoffentlich stabileren Personalsituation, einer intensiven Vorbereitung und dem festen Willen, die richtigen Lehren aus der vergangenen Saison zu ziehen, möchte der TSV in der A-Klasse wieder ein anderes Gesicht zeigen.

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