TSV Auerbach – SSV Ettlingen 1:0 (0:0)
Im Keller brennt noch Licht
Bei nasskaltem Aprilwetter und durchgehendem Nieselregen empfing der TSV die SSV Ettlingen zu einem immens wichtigen Kellerduell. Nach nur einem Punkt aus den letzten acht Spielen wusste das Bernecker-Team um die Bedeutung der Partie und ging entsprechend engagiert zu Werke. Am Ende stand ein knapper, aber verdienter 1:0-Erfolg, der zugleich den ersten Sieg im Jahr 2026 sowie das erste gegentorlose Spiel der Saison bedeutete und das letzte Fünkchen Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt am Leben hält. Die Begegnung begann ohne großes Abtasten, blieb jedoch über weite Strecken von intensiven Zweikämpfen und wenigen klaren Torchancen geprägt. Schiedsrichter Dustin Mattern, der an diesem Tag seine 1000. Partie leitete, wählte dabei eine großzügige Linie in der Zweikampfbewertung, was dem Spiel insgesamt einen sehr körperbetonten Charakter verlieh. Bereits in der 7. Minute verzeichneten die Gäste ihre erste Annäherung, als sich Tönges über die rechte Seite durchsetzte, der Abschluss jedoch noch vor der Linie von Moser und Meier geklärt werden konnte. Im direkten Gegenzug setzte Spielertrainer Bernecker, der innerhalb von zwei Tagen beeindruckende 180 Minuten abspulte, mit einem langen Ball Marcel Baier in Szene, der diesen auf dem rutschigen Geläuf jedoch nicht entscheidend kontrollieren konnte. Die größte Gelegenheit für Ettlingen ergab sich in der 13. Minute nach einem Stellungsfehler in der TSV-Defensive. Taheri tauchte frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Marvin Baier im Auerbacher Kasten. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend im Mittelfeld und weitere Offensivaktionen blieben Mangelware. Ein versuchter Lupfer von Erismann (23.) sowie ein Distanzschuss von Guthmann kurz vor der Pause (44.) sorgten noch für leichte Torgefahr, ehe es torlos in die Halbzeit ging.
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: viel Einsatz, wenig Raum für spielerische Lösungen, doch der TSV erspielte sich mit zunehmender Spieldauer immer deutlichere Vorteile. Direkt nach Wiederanpfiff wurde Erismann auf dem Weg zum Tor zur Ecke abgedrängt, die Kapitän Balzer gefährlich hereinbrachte. Der eingewechselte Bodemer setzte seinen Kopfball jedoch neben das Tor. In der 59. Minute hatten die Hausherren dann gleich mehrere Möglichkeiten zur Führung: Nach einem Einwurf scheiterte zunächst Guthmann am Ettlinger Schlussmann Jentner, Meiers Nachschuss wurde geblockt, und auch Balzer traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. In der 69. Minute eroberte Guthmann stark den Ball, schickte Erismann auf die Reise, dessen Querpass Balzer erreichte. Nach geblocktem ersten Versuch strich sein zweiter Abschluss knapp am Pfosten vorbei. Wenig später prüfte Balzer den gegnerischen Keeper erneut, ehe ein möglicher Nachschuss von Erismann aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde (74.). Nur eine Minute später war es dann aber doch soweit: Luca Balzer, der über die komplette Spieldauer mit einer herausragenden Zweikampfquote überzeugte, setzte seinen Cousin Manu in Szene. Dieser behauptete sich robust gegen seinen Gegenspieler und leitete den Ball weiter auf Erismann. Dessen Hereingabe fand in der Mitte erneut Balzer, der diesmal die Übersicht behielt und zur vielumjubelten 1:0-Führung einschob. In der Schlussphase verteidigte der TSV seine Führung dann mit großem Einsatz, wobei ein Freistoß von Stumpf (81.) sowie eine weitere Gelegenheit in der großzügig angesetzten Nachspielzeit die einzig nennenswerten Abschlüsse der Gäste blieben. Aufgrund der besseren Chancen und vor allem einer geschlossenen, kämpferisch überzeugenden Mannschaftsleistung sichern wir uns also den ersten Dreier im laufenden Kalenderjahr. Mit einem weiteren Sieg kommende Woche in Malsch könnte dieser Erfolg noch vergoldet und der Abstand auf das rettende Ufer weiter verkürzt werden.

