FV Malsch – TSV Auerbach 3:2 (1:1)
Lucky Punch auf der Gegenseite
Beim Auswärtsspiel in Malsch mussten wir uns am Ende trotz einer engagierten Leistung und zweimaligem Comeback äußerst unglücklich und wieder mal spät geschlagen geben. Die Partie begann aus Auerbacher Sicht alles andere als ideal. In der Anfangsphase bestimmte der FV Malsch klar das Geschehen, während der TSV noch gar nicht richtig auf dem Platz zu sein schien. Die Gastgeber kamen früh zu guten Möglichkeiten: Kastner verzog nach 13 Minuten knapp, nur zwei Minuten später wurde es erneut brenzlig, als ein abgefälschter Ball von Marek Balzer knapp über das Tor ging. In der 17. Minute fiel dann folgerichtig die Führung für den FV. Nach einer Flanke von rechts köpfte Götz am langen Pfosten ein, allerdings aus äußerst abseitsverdächtiger Position. Die Hausherren blieben dran und hätten in der 23. Minute beinahe nachgelegt, doch erneut verzog Götz, der den Ball über den linken Winkel jagte. Erst danach fand der TSV besser ins Spiel. Mitentscheidend war die Einwechslung von Nils Bodemer nach rund einer halben Stunde für den verletzten Marcel Baier. Bodemer brachte sofort frischen Schwung, gewann den Ball und leitete über Felix Rapp eine gefährliche Situation ein, die der FV gerade noch zur Ecke klären konnte. In Minute 35 fiel dann der Ausgleich: Nach einem Eckball von Kapitän Manu Balzer konnte die Malscher Defensive einen Kopfball von Erik Nolte nicht klären, Bodemer reagierte am schnellsten und staubte zum 1:1 ab (35.). Kurz vor der Pause hatte Malsch noch eine letzte Gelegenheit, aber Kastner scheiterte aus der Drehung knapp. So ging es mit einem aus TSV-Sicht nach schwachem Beginn eher schmeichelhaften 1:1 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel kam die TSV-Elf dann deutlich wacher aus der Kabine und suchte selbstbewusst den Weg nach vorne. Eine Ecke von Balzer fand in der 48. Minute Erik Nolte, dessen Kopfball jedoch links am Tor vorbeiging. Umso bitterer war die erneute Führung für die Gastgeber: Nach einem Abstimmungsfehler in der TSV-Hintermannschaft nutzte Amodio die Situation und lupfte den Ball zum 2:1 über TSV-Schlussmann Baier (51.). Doch auch diesmal zeigte der TSV Moral. Nur wenige Minuten später wurde Felix Rapp im Strafraum klar von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Balzer eiskalt zum 2:2 (56.), wobei die Gastgeber von Glück sagen konnte, dass der Verursacher mit gelb davonkam. In der Folge war die Bernecker-Elf weiter die aktivere Mannschaft. Nach einem Ballgewinn tief in der gegnerischen Hälfte legte Erismann auf Guthmann ab, dessen Distanzschuss Malschs Keeper Gräfinger mit den Fingerspitzen entschärfte (65.). Auch ein Nachschuss von Luca Balzer nach einem Freistoß verfehlte das Ziel (69.), ehe ein schön vorgetragener Angriff über mehrere Stationen bei Bodemer landete, dessen Abschluss Gräfinger jedoch keine großen Probleme bereitete (72.). Die Schlussphase hatte es dann in sich. Beide Teams spielten auf Sieg und erarbeiteten sich hochkarätige Chancen. In der 80. Minute vergab Malschs Marek Balzer eine große Möglichkeit, ehe auf der Gegenseite Rapp nach starkem Antritt und Vorarbeit von Manu Balzer ebenfalls nicht zum Torerfolg kam (85.). Für den vermeintlichen Höhepunkt aus Auerbacher Sicht sorgte Bodemer in der 87. Minute, als er nach einem Freistoß von Nolte sehenswert zum 3:2 traf. Der Schiedsrichter hatte allerdings Einwände, entschied auf Foulspiel und erkannte den Treffer ab, was im Auerbacher Lager verständlicherweise für einigen Unmut sorgte. Noch bitterer kam es dann in der Nachspielzeit: Im Vorfeld des entscheidenden Treffers blieb zunächst ein klares Handspiel im Mittelfeld ungeahndet. In der anschließenden Szene ließen die Unparteiischen zudem einen stark abseitsverdächtigen Angriff der Gastgeber weiterlaufen, den Marek Balzer schließlich doch noch in der 91. Minute zum 3:2 verwertete. Am Ende steht also eine Niederlage, die aus Auerbacher Sicht kaum unglücklicher hätte zustande kommen können. Wie so oft in dieser Saison entschieden auch am Federbach Kleinigkeiten: Zentimeter, Sekundenbruchteile und strittige Schiedsrichterentscheidungen gegen den TSV. Dennoch bleibt festzuhalten, dass unser Team trotz angespannter Personalsituation Moral zeigte, sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und zweimal zurückkam. Mit etwas mehr Spielglück wäre der „Lucky Punch“ für uns mindestens genauso verdient gewesen.

