Schlappe beim Tabellenletzten

VfB Grötzingen – TSV Auerbach 4:1 (2:1)

Schlappe beim Tabellenletzten

Schwer in Worte zu fassen, was sich am Sonntagnachmittag an der Bruchwaldstraße in Grötzingen zugetragen hat. Der TSV lieferte beim bisherigen Tabellenschlusslicht leider keine gute Leistung ab und unterlag schlussendlich verdient. Um den Auftritt des Unparteiischen hüllen wir jedoch lieber den Mantel des Schweigens. Nur so viel sei gesagt: Auch seine Leistung sorgte für reichlich Unverständnis auf Auerbacher Seite. Mehrere potentiell spielentscheidende Szenen prägten das Geschehen, darunter ein nicht gegebener Elfmeter, eine Gelbe statt einer Roten Karte nach einer klaren Notbremse sowie ein aus unserer Sicht völlig unverständlicher Eckball, aus dem das 4:1 resultierte. Dennoch muss sich die Bernecker-Elf an die eigene Nase fassen, um zu ergründen, warum sie das Spiel nach der frühen Führung durch Felix Rapp (10.) vollkommen unnötig aus der Hand gegeben hat. Bereits zuvor hätten Kapitän Balzer (7.) und Marcel Baier (8.) ihre Farben in Front bringen können, trafen jedoch jeweils die falsche Entscheidung. So netzte Rapp per Abstauber nach einem Balzer-Freistoß und sorgte für das 0:1. Eine weitere gute Möglichkeit vergab Nils Schraud, der sich über rechts in die Mitte durchtankte und knapp am Pfosten vorbeizielte (17.). Die erste Torannäherung des VfB vereitelte Balzer, der nach einer Ecke goldrichtig stand und auf der Linie angeköpft wurde (19.). Mit einem schönen Böhm-Kopfball nach platzierter Flanke von links stellte Grötzingen in Minute 22 den überraschenden Ausgleich her. Nun war der TSV ziemlich geschockt und konnte sein Spiel nicht mehr richtig aufziehen. Fuchs parierte einen Freistoß von der Sechzehnerkante, doch bei der nachfolgenden kurz ausgespielten Ecke brachten die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone und es stand 2:1 (29.). Mit näherndem Pausenpfiff waren bei brütender Hitze auf dem Grötzinger Kunstrasen dann wenige Torraumszenen zu bestaunen, bis es zu der potentiellen Elfmetersituation kam (40.). Der Schiedsrichter entschied stattdessen sogar auf Abstoß, was wütende Proteste der Auerbacher zur Folge hatte. Erst das unaufgeforderte Eingeständnis des Grötzingers – danke an dieser Stelle an den VfB für das Fair Play – führte dazu, dass der TSV zumindest eine Ecke zugesprochen bekam. Diese brachte nichts mehr ein und so ging es mit dem 2:1 in die Halbzeitpause.

Nach Wiederanpfiff war der VfB zunächst agiler und hätte fast von einem Fehler im Aufbauspiel profitiert, doch die Situation konnte vor der Linie bereinigt werden (48.). Baier wurde in der Folge in zweifelhafter Abseitsposition zurückgepfiffen (51.), danach folgte die angesprochene Notbremse (53.), in deren Folge Rapp den fälligen Freistoß rechts neben den Pfosten setzte. Ein Platzverweis und damit ein Spielen in Überzahl hätten dem TSV sicherlich eine andere Ausgangslage beschert. Ob und wie sich das Spiel dadurch entwickelt hätte, lässt sich jetzt natürlich nicht mehr beurteilen. So fiel weiterhin 11 gegen 11 der nächste Gegentreffer, den man wohl als klassischen Sonntagsschuss bezeichnen kann (58.). Damit war eigentlich schon klar, wer die Punkte in diesem Spiel eintüten würde. Zwar versuchte sich der TSV an der Ergebniskorrektur, wirklich zwingend wurde es allerdings nur selten und die Abschlüsse von Nolte (77.), Balzer und Bernecker nacheinander in einer Situation (81.) sowie Balzer in der Schlussminute führten nicht zum Erfolg. Hinten konnte man sich bei Fuchs bedanken, der in den direkten Duellen gegen Rappold (61.) und den eingewechselten Özer (77.) jeweils Sieger blieb. Nur eine Randnotiz, dass nach der absolut unverständlichen Eckballentscheidung, bei der kein Auerbacher weit und breit in der Nähe des Balles war, mal wieder per Eigentor der Endstand von 4:1 besiegelt wurde (84.). Unabhängig von der Schiri-Leistung sollte sich die TSV-Elf aber Auftritte wie diese nicht mehr allzu oft leisten, wenn sie den Tabellenkeller schnellstmöglich verlassen will.

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