FV Alemannia Bruchhausen – TSV Auerbach 4:1 (2:0)
Nächster Dämpfer
Nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen Jöhlingen vermochte es die ersatzgeschwächte TSV-Elf am Alemannenweg leider nicht, an dieses Erfolgserlebnis anzuknüpfen und musste alle Zähler dem Gegner überlassen. Ohne das komplette Trainerteam und Kapitän Balzer mussten Sportvorstand David Bossert und TW-Trainer André Herb die sportliche Verantwortung übernehmen, was ihnen aufgrund der prekären Personalsituation so einiges abverlangte. Nichtsdestotrotz kam der TSV nicht schlecht ins Spiel, wobei wie so häufig der letzte Pass in den Offensivaktionen fehlte. Außerdem leisteten sich beide Teams viele leichte Fehler, sodass nur schwer ein richtiger Spielfluss zustande kommen wollte. Nach einer knappen Viertelstunde setzten die Hausherren mit einem Schmidt-Kopfball nach Vielsäcker-Flanke das erste offensive Ausrufezeichen. Wieder einmal maximal bitter war dann die Entstehung der FVA-Führung: Bei einer Ecke bekam Karle im Hochspringen aus kürzester Distanz im Kopfballduell den Ball an die Hand und der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Hildenbrand ließ Fuchs keine Chance und verwandelte eiskalt zum 1:0 (17.). Zwar hatten die Alemannen in der Folge mehr vom Spiel, zwingende Chancen spielten sie sich aber nicht heraus. Erst ein weiterer Eckball nach einer guten halben Stunde brachte das 2:0. Die TSVler verteidigten den ersten Kopfball noch auf der Linie, setzten dann aber nicht entscheidend nach und so staubte Schilli zum 2:0 ab. Um den Pausenpfiff herum hatten die Gäste dann ihre beste Phase, vor der Halbzeit scheiterten Karle und Nolte nach einem Standard aber beide in aussichtsreicher Position (42.).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV agiler und die Heimelf hatte Glück, dass in dieser Spielphase nicht der Anschlusstreffer fiel. Leider nutzte der ganze Offensivdrang nichts, denn die Abschlüsse – wenn sich denn mal einer ein Herz nahm – verfehlten ihr Ziel allesamt recht deutlich. Einzig ein Schuss von Baier nach Guthmann-Flanke zwang FVA-Keeper Denndörfer zu einer Glanzparade (53.). Auf der Gegenseite fiel dann das 3:0 aus dem sprichwörtlichen „Nichts“, das Ex-Auerbacher Nico Reichert nach Angriff über die linke Außenbahn erzielte (66.). Zumindest für etwas Ergebniskosmetik sorgte Kay Moser nur kurz darauf mit einem schönen Treffer von der Strafraumkante, der das 3:1 bedeutete (68.). Kurzzeitig warf die Elf um den wiedergenesenen Ersatzkapitän David Guthmann dann nochmal alles nach vorne, was jedoch nach einem Ausrutscher unseres Innenverteidigers bitter mit dem 4:1 bestraft wurde (74.). Das war der Schlusspunkt eines wenig attraktiven A-Klassen-Spiels, indem der TSV in den letzten Minuten noch Glück hatte, das zwei, drei aussichtsreiche Abschlüsse der Hausherren nicht zum Erfolg führten. Heute ließ die Rumpftruppe so ziemlich alle Eigenschaften vermissen, die sie vergangene Woche noch zum Sieg geführt hatte. Daran wird unbedingt gefeilt werden müssen, um das eigene Punktekonto in den nächsten Spielen wieder aufstocken zu können. Dringend nötig wäre es, wenn man die Tabellenkonstellation betrachtet.

